By Marianne Pieper, Thomas Atzert, Serhat Karakayali, Vassilis Tsianos

Im Anschluss an Michel Foucault formierte sich eine Debatte um den Begriff der Biopolitik, die diesen als Einsatz einer kritischen "Analytik der Gegenwart" konzipiert, um Spiele der Macht zu untersuchen. Der vorliegende Band bietet das keineswegs homogene Bild der gegenwärtigen Diskussion, die sich mit Foucault und über diesen hinausweisend einer produktiv gewendete ? Biopolitik von unten? verpflichtet sieht. Biopolitische Produktion bezeichnet vor diesem Hintergrund das Terrain der Kämpfe um Subjektivität, um die Arten und Weisen der Verbindung zwischen Lebensführung, Konsum, Sexualität, politischer Repräsentation und Produktionsweise. Diese Forschungsprogrammatik zielt darauf, das Produktive, cellular und Überschüssige im Herzen der Biopolitik und im Vakuum von Kontrolle, Regulierung und (Selbst-)Regierung auszuloten.

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Der Prozess ist immer ein konstituierender, und dabei immer konÀiktgeladen. Die Potenzialität ist unaufhaltsam und aleatorisch; der Prozess wird beständig neu zusammengesetzt und vorangetrieben, und zwar von der cupiditas, aus der die Leidenschaften erwachsen – und die dann überschießt wie die Liebe, bis sie in der Vielfalt das Ebenbild des lebendigen Gottes ¿ndet. Es ist ein demokratischer lebendiger Gott. Die Potenzialität der Multitude, die verschiedenen Grade einer konstituierenden cupiditas, die Transformation dieses Reichtums und dieser Vielgestaltigkeit in Vereinigung und Liebe, sind die Bestimmungen, die immer aufs Neue das soziale Sein konstituieren.

Sie ist in Wahrheit eine » Nichtphilosophie « der Geschichte, denn was die historische Wirklichkeit konstituiert, sind diskontinuierliche, in ihrer Unvorhersehbarkeit und Unmittelbarkeit zerstörerische, widersprüchliche Prozesse, die nur durch den Widerstand, die Verweigerung und die Negation verwoben und in einem positiven Sinn geformt werden. Es gibt keine Zielgerichtetheit, sondern nur die radikale Kontinuität der Diskontinuität und die permanente Wiederaneignung der Zeit der Potenzialität als Alternative – und Widerstand – gegen die »objektive« und » souveräne « Zerstückelung der Zeit.

Multitudo et potentia: Ist es möglich, ihr Verhältnis als produktives Ganzes zu sehen, konstruktiv, prothetisch, unerschöpÀich? Ist es möglich, eine Vorstellung des » Politischen « zu entwickeln, das im Sozialen gründet, und eines » Sozialen «, das im Politischen das Verständnis seiner selbst und den Schlüssel seiner Ausdrucksmöglichkeiten ¿ndet ? Was ist Ausdruck der Potenzialität ? Dystopien Was bedeutet es, in der Perspektive der konstituierenden Macht mit den Vorstellungen der Moderne zu brechen ?

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